Meine Afrikaner:
Pfirsichköpfchen / Fischer´s Unzertrennlicher
Lateinisch: Agapornis fischerie
Englisch: Fischer´s Lovebird

Lebensraum:
Serengeti, Tansania

Status im Freiland:Gelegentlich
Ringgröße: 4.5 mm

Geschlechtsunterschiede:
Die Geschlechter sind nicht eindeutig zu unterscheiden, da
Männchen und Weibchen sich äußerlich gleichen.
Um sicher zu gehen, kann man einige Federn bei einem Labor einschicken um
sie bestimmen zu lassen.
Einige Züchter können die Geschlechter anhand der Beckengröße bestimmen-mir gelingt dies nicht.

Pfirsichköpfchen wiegen ca. 45 Gramm und gehören mit einer Größe von ca. 15 cm zu den
mittelgroßen Agaporniden.
Ihr Verbreitungsgebiet liegt im südöstlichen Zentralafrika und reicht angrenzend an Burundi,
Ruanda entlang des Victoria See´s über die Serengeti über weite Teile Tansanias.
Offenes Gelände wie Trocken.-und Dornbuschsavannen mit lockeren Baumbeständen
werden bevorzugt.
Auf der Suche nach Wasser und Nahrung ziehen die normadisierenden Trupps mit
bis zu 100 Tieren weit im Land umher.
Fischeri´s ernähren sich im Freiland hauptsächlich von Samen, Wurzeln, Blüten und Knospen;
verschähen aber keine Insekten.
Hin und wieder fallen sie durch Plünderungen von Mais bzw, Hirsefeldern auf.
Gegen Abend suchen sich diese Agaporniden ihre bevorzugten Schlafbäume wie Akazien und
Affenbrotbäume ( Baobabs ) auf.
Über ihr Brutverhalten im Freiland gibt es noch keine genaueren Angaben.
Man weiß aber durch Sichtungen, dass sie gerne die Nester von Webervögeln in beschlag nehmen.
Den Quellen nach zur Folge kamen die ersten Pfirsichköpfchen um 1925 nach Europa.
In den achziger Jahren kamen sie bei uns in Mode und wurden in großen Stückzahlen bis zu
25.000 Tieren jährlich nach Deutschland importiert.
Dieses massive Eingreifen hat die wildlebenden Bestände stark dezimiert.
In Gefangenschaft werden sie recht zahlreich gehalten.
Es gibt viele Farbschläge und leider auch viele Transmutationen von Pfirsichköpfchen.
Fischeri´s lassen sich, ein harmonisierendes Paar vorausgesetz leicht vermehren.
Ein Gelege umfasst zwischen 4-6 Eiern.
Die Brutdauer liegt bei ungefähr 23 Tagen.
Jungvögel werden zwischen dem 12 und 14ten Lebentag beringt.
Die Kleinen verlassen mit ca. 38 Tagen das Nest.
Als Züchter sollte man diesen Zeitpunkt im Auge behalten, denn oftmals hat die Henne bereits in
dieser Zeit mit dem zweiten Gelege begonnen.
Mehr als zwei Gelege im Jahr ( mit 3 monatiger Pause dazwischen ) sollte man ihnen nicht zumuten.
Geschlechtsreif werden Fischeri´s im Alter von 8 Monaten.
Pfirsichköpfchen lassen sich gut in kleineren Schwärmen halten. Man sollte aber dabei keinesfalls die Lautstärke dieser stimmgewaltigen kleinen Agaporniden unterschätzen.
Ich halte eine Gruppe von vier Tieren ohne besondere Lärmbelästigungen-bei größeren Schwärmen steigt der Lautpegel aber erheblich.



Meine Vögel erhalten eine spezielle Agaporniden Futtermischung aus diversen Sämereien.
Obst und Gemüse, allem voran Mais wird immer gerne genommen.
Eifutter und Keimfutter gibt es einmal wöchentlich als Zusatzfutter.
Wichtig erachte ich das Verabreichen von Blätter, kleineren Zweigen ( Weide ) mit Knospen.
Ich kann nur immer wieder betonen, dass es den Vögeln gut tut, sich die Zeit mit dem beknabbern von Zweigen zu vertreiben.
Täglich frisches Wasser ist bei der Haltung meiner Vögel eine Selbstverständlichkeit.