Lateinisch:Agapornis nigrigenis
Englisch: Black-cheeked Lovebird
Lebensraum:
Beschränkt sich auf ein kleines Habitat im Kafue Nationalpark ( Sambia ).
Weiterhin gibt es noch eine Population am Sambesi bis an die Grenzgebiete Namibias.
Ihr Bestand hat sich in den letzten Jahren stark dezimiert und wird auf einige tausend
Stück in freier Wildbahn geschätzt.
Status im Freiland: gefährdet, selten
Ringgröße: 4.0 mm
Geschlechtsunterschiede:
Keine
Russköpfchen sind kleine Vögel von etwa 14 cm Größe und einem Gewicht von etwa 45g.
Geschlechtsunterschiede sind für einen Laihen wie mich äußerlich nicht feststellbar.
Wer also Klarheit möchte, kommt um eine Geschlechtsbestimmung anhand von Federproben
nicht drum herum.
In dem Buch Agaporniden und Sperlingspapageien aus dem Ulmer Verlag welches von
Renate und Jörg Ehlenbröker, sowie Eckhard Lietzow geschrieben wurde, steht allerdings
auf Seite 82 eine Vergleichsauswertung. Anhand von 35 Vergleichstieren wurden einige
Merkmale zur Geschlechterbestimmung herausgearbeitet.
Jedem der Agaporniden oder Sperlingspapageien halten will, sei dieses Buch an´s Herz gelegt.
In Gefangenschaft sind diese Agaporniden und deren Mutationsformen weit verbreitet.
Wesentlich schwieriger ist es noch artenreine Vögel zu beschaffen.
Mein Anliegen an alle Halter, die das Glück haben noch solche Papageien zu besitzen - erhaltet
Euchdiese Stämme!
In Zeiten drastischer Populationsrückgänge wird eine genetische Artenvielfalt immer wichtiger.
Russköpfchen eignen sich am besten zur Haltung in kleineren Schwärmen.
Sie lassen sich in Menschenobhut leicht vermehren.
Die ersten Individuen kamen Anfang des letzten Jahrhunderts nach Europa und stellten keine
besonderen Schwierigkeiten bei der Umstellung dar.

Die Erstzucht gelang um 1908 und kamen von England
schnell nach Deutschland.
Als Nistkästen können sowohl hoch - oder
querformatige Nistkästen angeboten werden.
Weidenzweige werden von diesen kleinen Agaporniden
abgeknabbert und als Nistmaterial in den Kasten
von den Elterntieren eingebracht.
Sie kleiden damit den Nistkasten komplett aus,
so das Weidenzweige zu Zucht ein wichtiges Element darstellen.
Der Nestbau ist fast ausschließlich dem Weibchen vorbehalten.
Die kleinen Zweige werden von ihr im Schnabel und
im Gefieder als 10cm große Stücke in den Kasten getragen,
um dort kobelförmige Nester anzulegen.
Die Bebrütung der Eier erfolgt ca. 21 Tage lang.
Anfangs haben die Küken ein spärliches Dunenkleid.
Im Alter von 18 Tagen wird das Dunenkleid zunehmend dunkler und die ersten Federkiele brechen durch.
Mit 12 Tagen werden die Jungvögel beringt. Ringgröße 4.0 mm.
Nach ca. fünf Wochen verlassen sie das Nest.
Bei der Ernährung machen Russköpfchen
keine Schwierigkeiten.
Eine ausgewogene Körnermischung für Unzertrennliche bildet hierbei die Basis.
Kolbenhirse, Kräuter, Obst und Gemüse ergänzen den Speisezettel.
Gräser und halbreife Wildsamen werden als besondere Abwechslung gerne angenommen.
Russköpfchen gehören zu den mittelauten Papageien.
Ihre Lautäuserungen sind aber nicht so ausgeprägt und so anhaltend, wie z B. beim Rosenköpfchen.
Bei einer Schwarmhaltung, kann der Pegel für die Nachbarschaft schon unangenehm auffallen.
Nigrigenis sollten bei einer Volierenhaltung nicht mit anderen
Augenring-Unzertrennlichen ( personata ) zusammengehalten werden.
Die Arten mischen sich untereinander und es kommt zu Hybriden bzw. sog, Transmutatonen.
Dieses geschied zwar gelegendlich auch in der Natur ist aber zur Arterhaltung
in meinen Augen nicht besonders wünschenswert.
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