Lateinisch:Psilopsiagon aurifrons aurifrons
Englisch: Mountain Parkeet

Lebensraum:
Weites Verbreitungsgebiet in Südamerika von:
Bolivien, Argentinien, Chile, Ecuador bis Peru.
Hauptsächlich Buschlandbewohner und Höhenlagenbewohner
der nur gelegentlich die Savannen und Felder aufsucht.

Status im Freiland: Häufig
Ringgröße: 4.0 mm

Geschlechtsunterschiede:
Nur mit genauer DNA-Analyse möglich.
Männchen haben teilweise mehr Gelbanteil an der Stirn und längere Schwanzfedern und
wirken etwas gedrungener.
Weibchen haben manchmal etwas kleinere Kopfform.

Zitronensittiche leben in freier Wildbahn in kleineren Gruppen und
sollten wie die meisten Papageienvögel deshalb nicht alleine gehalten werden.
Die Art gilt bisher noch nicht als bedroht und ihr Bestand kann als stabil betrachtet werden.
Die kleinen Vögel sind schnelle und wendige Flieger und
benötigen deshalb eine ausreichend große Voliere.
Für eine Käfighaltung kommen sie nicht in Frage.
Meiner Erfahrung nach wirkt der Vogel in der Eingewöhnungszeit eher scheu und zurückhaltend.
Dieses Verhalten ändert sich aber schnell und diese kleinen grünen Kobolde bestechen durch ihre lebhafte Art.
Sie sind leise und haben eine angenehme Stimme.

Zitronensittiche ernähren sich von vielerlei Samen, Körnern, Grünzeug und Obst.
Als Ernährungsbasis biete ich eine Großsittichfuttermischung mit wenigen Sonnenblumenkernen an.
Die Mischung reichere ich mit Wildkräutersamenmischung und Nutribird ( klein oder auch gemahlen an ).
Obst spielt bei der Ernährung eine wichtige Rolle. Besonders beliebt sind Apfel, Wassermelone, Kirsche, Ebereschebeeren, Aprikosen, Weintrauben und Banane-nach Möglichkeit in kleinen Stücken anbieten.
Auch Gemüse ob gekocht oder roh wird gerne genommen.
Darunter fallen in erster Linie Möhren, Fenchel, junger Mais ( Zuckermais ), gekochte Kartoffel,
Wildkräuter, Mineralien und Vitamine.
Keinesfalls sollten frische Äste ( zB. von Obstbäumen ) und Knospen fehlen,
diese werden gerne genommen und runden den Ernährungsplan ab.
In meinen Augen ist der Zitronensittich kein Anfängervogel der so leicht zu halten und Vergesellschaften ist.
Eine Badegelegenheit nicht fehlen.
Die Vögel sind meiner Erfahrung nach sensibel und eher scheu, können aber in Einzelfällen sehr zutraulich und neugierig sein.

Angaben Zucht:
Eingeleitet wird die Balz durch schnelle Flügelbewegungen und leises Zirpen. Anschließend wird der Nistkasten aufgesucht. Es kann Tage oder Wochen dauern, bis sie sich wieder blicken lassen. In dieser Zeit sollte man die Sittiche unbedingt in Ruhe lassen. Spätere Nistkastenkontrollen wenn die Jungvögel da sind werden in der Regel gut verkraftet. Bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich Nachzuchten hatte.Zitronensittiche sind was dieses Thema angeht, schwierige Pfleglinge und nichts für Anfänger in der Vogelhaltung. Nistgelegenheiten in geräumigen Volieren wurden nicht angenommen. Ein langer Nistkasten ( min. 40 cm ) mit zwei abgetrennten Kammern, brachte dann aber den gewünschten Erfolg. Die genaue Dauer der Brut konnte ich nicht genau berechnen, da sich die Zitronensittiche
verborgen hielten. Aber eine Zeit von 22 Tagen halte ich für realistisch. Ein Gelege kann bis zu sechs Eier beinhalten.
Meine Zitronensittiche legten fünf Eier alle befruchtet. Ein Küken wurde nicht angefüttert und eines plattgesessen.
Drei der Küken sind schöne Tiere geworden und sind gerade im Begriff den Kasten zu verlassen.

Meine Südamerikaner:
Der Zitronensittich